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Wie gedruckt!
Zur Zukunft der Verlage


Editorial der Herausgeber mehr...(PDF)

Bernhard Seyringer: Free Ride. Der Kulturkampf ums Buch im Netz mehr...(PDF)

Aleida Assmann: Das Buch – Nährstoff des Geistes, politische Waffe und Lebensbegleiter. mehr...

Wenn wir es unbefangen betrachten, können wir gar nicht anders als zu dem Schluss kommen: Das Buch ist eine geniale Erfindung. Durch die Komprimierung arbiträrer Zeichen bietet es auf engstem Raum eine enorme Informationsdichte an.

Für sich genommen ist die gedruckte Buchseite reine Flachware, aber durch die Beschriftung von Vor- und Rückseiten und die Bündelung von Blättern kombiniert das Buch auf raffinierte Weise die Dimensionen der Fläche und Tiefe. Es kombiniert ...



Günter Kaindlsdorfer im Gespräch: Das alte Messeformat hat noch lange nicht ausgedient.

Simone Griesmayr: Ward ein Kindle geboren! Praktisch ohne Leidenschaft? mehr...(PDF)

Johanna Rachinger: Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen... mehr...

BUCH-ENDZEIT? Artikel und Feuilletons, die sich in den letzten Jahren mit dem Medium „Buch“ beschäftigten, taten dies fast durchwegs aus dem Blickpunkt seines angeblich bevorstehenden Endes. Und tatsächlich ist der durch Computer und Internet ausgelöste Wandel unseres Umgangs mit Information und Medien ein so weitreichender, dass diese Prognose naheliegend scheint. Die Untergangsstimmung der „Gutenberg-Galaxis“ reicht indes weit ins 20. Jahrhundert zurück, zumindest bis zu Marshall McLuhans bereits 1962 publiziertem Werk dieses Titels. Darin diagnostizierte McLuhan das Ende des Buchzeitalters - genauer das Ende eines mehr als 400 Jahre vom Buchdruck dominierten Zeitalters - mit dem Aufkommen der elektronischen Medien wie Telegraphie, Telefon, Film, Radio, Fernsehen, also noch lange bevor das Computer- und Internet- Zeitalter angebrochen war.
Diese mehr oder weniger wehmütigen Abgesänge auf das Buch...



Robert Darnton: Googles Verlust – Lesers Gewinn! mehr...

Für den Totengesang auf Googles Versuch, das kulturelle Erbe der USA zu digitalisieren und zu verkaufen, ist es noch zu früh. Trotz der Ablehnung der Vereinbarung zwischen Google, den Autoren und Verlagen durch Richter Denny Chin am 23. März könnte sich Google Book Search aus der Asche erheben, wiedergeboren in einer neuen Vergleichsvereinbarung. Aber es ist ein guter Zeitpunkt, um einen Blick auf das von Google abgesteckte Terrain zu werfen, auf den Weg, der zurückgelegt wurde, seit sich Google aufmachte, die ersten Bücher zu digitalisieren, um alle Bücher der Welt zugänglich zu machen. Was ist schief gelaufen?



Anja Marita Rauch: E-Books: Diffusion einer Innovation. mehr...

Welche Möglichkeiten bieten sich für Verlage, Autoren und Leser, mit den neuen Möglichkeiten digitalen Publizierens umzugehen? Ist das E-Book wirklich ein Ersatz für das gedruckte Buch? Wohin geht der Trend? Die Social-Web-Expertin Anja Marita Rauch führt praktische Antworten zum Leseverhalten der jungen Digital Natives, zu Marktchancen im globalen Dorf und Apps und Tabs hier in einem Überblick zusammen...



Michael Amon: Mit Keith Richards in die Badewanne. mehr...

Man muss davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren in der Verlagslandschaft und im Buchhandel kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Entwicklung und Ausbreitung der elektronischen Medien schreiten in einem Tempo und Ausmaß voran, die selbst die Träger dieser Entwicklung überraschen. Amazon ist in seiner Planung davon ausgegangen, dass im Laufe des Jahres 2014 der Umsatz an E-Books jenen der gedruckten Bücher überholen werde. Tatsächlich hat dieser einstige Buchversand, der längst zu einem umfassenden Online-Händler für Waren aller Art geworden ist, in den USA jedoch bereits heuer mehr E-Books als Print-Ausgaben verkauft...



Marshall McLuhan: Dämmerstunde der Gutenberg-Galaxis. Zeit, um Marshall McLuhan noch mal zu lesen. mehr...

Zum hundertsten Geburtstag des brillanten Denkers haben wir aus „Die Gutenberg- Galaxis“ eine Passage als Anregung zum Neulesen ausgewählt. Mit seinem Tod 1980 wurde es still um den umstrittenen Pionier der Medientheorie, dessen Schriften im akademischen Umfeld zwischen Scharlatanerie und Pop-Esoterik firmierten. Auch der 100. Geburtstag wurde weitgehend still begangen, aber die Rezeption hat sich geändert.

McLuhan, der Begriffe wie „global village“, „15 minutes of fame“ – berühmt v. a. durch Andy Warhols Interpretation - , oder „surfen“ im Meer der Information, schon in den 1960ern einführte, wird heute als sperriger Prophet der digitalen Umbrüche betrachtet. Obwohl allenthalben McLuhans Vorhersagen Gestalt annehmen, ist es immer noch schwierig, seine Texte zu verstehen. „You know nothing of my work“ – ein Zitat aus seinem Auftritt bei Woody Allens Annie Hall / Der Stadtneurotiker – sollte man ernst nehmen, zumindest wenn man Douglas Coupland, dessen McLuhan Biografie 2010 erschienen ist, glauben darf. Er fand die Texte so kompliziert, dass er nach zwei, drei Seiten lesen pausieren musste.

Als Beispiel sei hier aus Thomas Assheuers Reminiszenz, die in Die Zeit erschienen ist, zitiert: Auch den postmodernen Selbstdarsteller hatte McLuhan schon fest im Blick. Wenn die Medienöffentlichkeit ins Wohnzimmer einfiele, schrieb er, dann würden sich die Menschen im Gegenzug selbst „veröffentlichen“, sie würden sich „umstülpen wie Amphibien“: den „Panzer nach innen“, die seelischen „Weichteile nach außen“. Wer das sein soll? Es ist der Handynutzer von heute, der einen voll besetzten Bus ungefragt über seinen Liebeskummer unterrichtet. „Ich zeige mich, also bin ich.“

Einer direkten Konfrontation mit McLuhan- Texten sollten Sie dennoch nicht aus dem Wege gehen, auch wenn es viel Videomaterial gibt. Gingko-Press feiert den 100. Geburtstag mit einer umfassenden Neuauflage siner Werke. Der folgende Auszug soll ein kleiner Appetit-Anreger dafür sein...



Gerhard Fröhlich im Gespräch: „Verlage können auch mit Open Access gut leben.“ mehr...(PDF)

Umberto Eco: Innerer Monolog eines E- books. mehr...

Bis vor kurzem wusste ich nicht, was ich war. Ich bin leer geboren, wenn ich mich so ausdrücken darf. Ich konnte nicht einmal »ich« sagen. Dann ist etwas in mich eingeströmt, ein Fluss von Buchstaben, ich fühlte mich voll und fing an zu denken. Natürlich habe ich das gedacht, was in mich eingeströmt war. Ein wunderschönes Gefühl, denn ich konnte entweder als Ganzes spüren, was ich in meinem Gedächtnis hatte, oder es Zeile für Zeile durchgehen oder von einer Seite zu einer anderen springen...



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Wir wünschen Ihnen interessanten Lesegenuss
Ihre Herausgeber

Manuel Schilcher & Bernhard Seyringer


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